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Historische Kopfstützen

Der Sammler und seine Beute

Wie kommt ein süddeutscher Landarzt dazu, sich in Kopfstützen zu verlieben, die in seiner Heimat nicht vorkommen und zunächst auch eher unscheinbar sind?

Er hatte davor schon eine kleinere Africana-Sammlung zusammen- getragen, ohne ein Afrikareisender gewesen zu sein.

Afrika war, bis auf einen Äthiopienbesuch, eine Liebe aus der Ferne.
Zuvor war der Sammlungsschwerpunkt die zeitgenössische süddeutsche Malerei gewesen.

Die Kopfstützen kamen spät dazu, was mit einem Glücksgriff zu tun hatte. In einem Lindauer Auktionshaus kam vor etwa 10 Jahren eine hölzerne Kopfstütze aus Ägypten zum Verkauf, die das stolze Alter von dreieinhalbtausend Jahren hatte.

Sie landete bei mir.

Es fanden sich weitere schöne Stützen aus Afrika und die Freude an der Formenvielfalt wollte nicht nachlassen, zumal sich bald herausstellte, dass man es hier mit einem “Nischenprodukt” zu tun hatte und es nicht viele “Fressfeinde” gab. Viel Schönes tauchte auf, das im Gegensatz zu den größeren “africana” erschwinglich war.

Problematisch ist der Umstand, dass es in der Literatur und bei den Händlern ein chaotisches Durcheinander zur Herkunft der Objekte gibt, was einen ordnungsliebenden Schwaben peinigt. Ein vor wenigen Jahren erstelltes Katalogheft war schnell vergriffen und da sich inzwischen die Kopfstützen vermehrt hatten, ergab sich die Frage, ob man einen zeitgemäßen Auftritt im Internet wagen sollte.